Das Vorstellungsgespräch

Aller Anfang ist nicht unbedingt schwer...

...aber man sollte ein Vorstellungsgespräch auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mag sein, dass das, was hier zu lesen ist, für einige selbstverständlich ist; für alle ist es das nicht.

Das Vorstellungsgespräch beginnt eigentlich schon zu Hause. Und zwar dann, wenn es darum geht, was man denn anziehen soll. Darüber hinaus ist es von großer Bedeutung, sich mental auf das Gespräch vorzubereiten. Immer im Vordergrund sollte der Gedanke stehen, dass das Unternehmen den künftigen Auszubildenden auch als Menschen kennen lernen möchte. Keine Bange also  -  aber einige grundlegende Dinge sollten berücksichtigt werden:


Outfit:
O.K., es gibt ein paar Berufe, bei denen ein auffälliges Kleiderarrangement positiv sein kann. Aber in der Regel ist eine eher konventionelle Kleiderordnung angesagt, was nicht ausschließt, dass das Erscheinungsbild eher sportlich sein kann, jedoch  immer sauber und ordentlich sein sollte. Es muss nicht gleich Jackett und Krawatte oder das klassische schwarze Kostüm sein – und wer Edelklamotten nicht ausstehen kann, sollte sich nicht bis zum Unwohlsein verkleiden. Übrigens sollte sich auch das Schuhwerk den genan- nten Konventionen anpassen.

Die individuelle Natürlichkeit kann und sollte man sich trotzdem bewahren. In diesem Zusammenhang sei für junge Frauen auch auf das Make-up hingewiesen: es sollte in jeglicher Hinsicht dezent sein (falls überhaupt erforderlich). Und der letzte Friseurtermin sollte vielleicht nicht Monate zurückliegen (auch nicht bei Jungs).


Nonverbale Signale:
Man kann nicht nicht kommunizieren; soll heißen: alles, aber auch wirklich alles an einem Menschen sendet Signale (positive oder negative) aus und kommt an, wenn der ent- sprechende Empfänger einem gegenüber sitzt.

Also wichtig:

  • Körperhaltung (aufrecht, auch im Sitzen)
  • Händedruck (eher fest)
  • Blickkontakt (nicht zu penetrant, aber bestimmt, alle Gesprächspartner einbeziehend), Gesichtsausdruck (freundlich, interessiert)
  • kein Kaugummi im Mund

    
Es gibt Leute, die üben das zu Hause vor dem Spiegel oder mit Freunden (kann auch Spaß machen …).


Begrüßung:
Freundliches und aufgeschlossenes Wesen ist oberstes Gebot. Alle Gesprächspartner am besten mit Handschlag begrüßen, “ladies first”, wenn möglich. Sich ggf. zuweisen lassen.

 

Fragen, auf die man im Bewerbungsgespräch gefasst sein sollte.

Zum Beruf:
Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden, was interessiert Sie besonders? Was macht eigentlich ein Bürokaufmann (…)?

Zur Familie:
Was arbeiten Ihre Eltern, Geschwister. Wie haben diese Ihre Berufswahl beeinflusst/unterstützt?

Zur Schule:
Wie kommen Sie mit Ihren Lehrern/Mitschülern zurecht? Wie erklären Sie sich die Note (?) in Mathe (oder anderen Fächern)?

Zu Hobbys:
Sie schreiben, dass Sie gerne Lesen. Was lesen Sie denn gerade?

Zur Freizeit:    
Welche Freizeitaktivitäten betreiben Sie darüber hinaus?  Sind Sie in einem Verein/ in einer Institution engagiert?

Zum Betrieb:
Sie wollen bei uns eine Ausbildung machen. Haben Sie bereits ein paar Informationen über unseren Betrieb gewonnen?

Und am Ende des Gesprächs: …haben Sie noch Fragen?

Natürlich haben Sie welche!!  Und die sollte man sich auf jeden Fall vorher überlegen, zum Beispiel: Wie viele Azubis stellen Sie insgesamt ein? Wie ist der Berufsschul- unterricht organisiert? Werde ich auch in Zweigstellen (falls vorhanden) des Unternehmens die Ausbildung durchlaufen?

Fragen nach der Ausbildungsvergütung stellt man hier besser nicht: Sie wollen doch ausgebildet werden, dass ist schon ein hohes Gut. (Und in der Datenbank BERUFEnet können Sie sich über alle Aspekte eines Berufes – auch über die Ausbildungsvergütung – informieren …)

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