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Entdecke unsere Erfolgsstory – Teil 1

Wer sich bereits für einen Ausbildungsberuf entschieden hat, ist den ersten Schritt ins Berufsleben schon erfolgreich gegangen. Um allen, die noch auf der Suche sind und sich auch für Weiterbildungsmöglichkeiten interessieren, unter die Arme zu greifen, erzählen insgesamt acht Azubis von ihren ganz eigenen Erfolgsstorys. In Teil 1 des zweiteiligen Beitrags kommen vier Azubis aus Ellwangen zu Wort.


Als Mechatroniker die Welt entdecken
Zwar hat Erik Salzer vorher nicht an Mopeds oder Autos geschraubt, aber das Mechanische hat ihn schon immer interessiert. Sein Berufsberater machte ihn auf die Ausbildung zum Mechatroniker aufmerksam. „Nach einem Praktikum war mir klar, dass ich das machen möchte. Die Arbeit ist abwechslungsreich und macht Spaß“, erzählt der nebenberufliche DJ. Deshalb hat er nach der Schule bei der ELWEMA Automotive GmbH in Ellwangen angefangen.
Zurzeit ist er hauptsächlich mit Bohren und Schrauben beschäftigt, zum Beispiel an Motoren. Erik Salzer freut sich schon jetzt auf die Zeit nach seiner Ausbildung: „Ab dem dritten Lehrjahr geht es auf Montage in Deutschland und Österreich. Nach der Ausbildung kann ich aber sozusagen die Welt erobern und werde beispielsweise in China oder Mexiko eingesetzt.“ Dann muss seine Rockband, in der er singt, regelmäßig zwischen zwei bis vier Wochen ohne ihn proben.

Die Ausbildung im Überblick:
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Schulabschluss: Mittlere Reife
Fähigkeiten: technisches und mathematisches Verständnis, handwerkliches Geschick, Teamfähigkeit, sorgfältiges Arbeiten und Leidenschaft für Technik.
Aufgaben: Maschinen reparieren und warten, elektrische Schaltungen prüfen und messen, Steuerungen installieren, Maschinenteile montieren und demontieren, programmieren.
Weiterbildungsmöglichkeiten: Techniker, Industriemeister, unter bestimmten Voraussetzungen Studium Maschinenbau.

Bei Verwaltungsfachangestellen ist Schüchternheit fehl am Platz
Organisieren und auf Menschen zugehen können – das sind zwei von Elisabeth Chasanovas Stärken, die ihr in ihrer Ausbildungs zugute kommen. Nach ihrem Fachabitur stand für die heute 20-Jährige fest, dass sie Geld verdienen möchte. Sie entdeckte die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellen beim Rathaus in Ellwangen und ergriff ihre Chance.
Seit zwei Jahren durchläuft sie nun die verschiedenen Abteilungen wie die Kämmerei, das Hauptamt und die Liegenschaften. „Mir gefällt meine Arbeit“, sagt Elisabeth Chasanova. Außerdem unterstützt sie gerne andere Auszubildende, weshalb sie sich in der Jugend- und Auszubildendenvertretung engagiert. Nach ihrer Ausbildung möchte die Hobby-Tänzerin studieren, und zwar Public Management.

Die Ausbildung im Überblick:
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Schulabschluss: Mittlere Reife
Fähigkeiten: Konzentrationsfähigkeit, Aufgeschlossenheit, Organisationstalent, PC-Kenntnisse, Engagement, Stress- und Frustrationstoleranz.
Aufgaben: Bürgerservice, Mitarbeit an Beschlüssen, Aktenführung, Organisation, Terminvereinbarung, Berechnungen von Reisekosten, Ausgaben etc.
Weiterbildung: Lehrgang zum Verwaltungsfachwirt, Studiengänge zum Diplom-Verwaltungswirt, Bachelor of Arts, Bachelor of Public Management.

Als Altenpflegerin ein Seniorenheim in Kamerun eröffnen
Das Bank- und Finanzwesen war Estrella Nanga zu langweilig. Das Studium hatte ihr zwar Spaß gemacht, aber sie wollte lieber mehr mit Menschen zusammenarbeiten. Als sie ihre Freundin in Ellwangen besuchte, lernte sie den Beruf der Altenpflegerin kennen und begann ihre Ausbildung kurz darauf am Rabenhof bei Habila. „Es ist eine anspruchsvolle Arbeit, aber sie macht mir viel Spaß. Ich helfe Menschen und die Wertschätzung, die ich dafür bekomme, ist großartig“, sagt die 26-Jährige.
Nach ihrer Ausbildung möchte sie studieren oder sich zum Pflegedienstleiter weiterbilden. Ihr Ziel ist es, sich so gut wie möglich in dem Beruf weiterzubilden und dann in ihre Heimat Kamerun zurückzukehren. „Zusammen mit meinem Freund möchte ich dort ein Altenheim eröffnen. Denn es gibt leider nur ein kleines, das nicht sehr schön ist“, erzählt sie.

Die Ausbildung im Überblick:
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Schulabschluss: Mittlere Reife
Fähigkeiten: Belastbarkeit und gute Fitness, gute Menschenkenntnis, Spaß im Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen, soziale Kompetenz, Kommunikationsstärke.
Aufgaben: therapeutische und medizinische Behandlungen, Pflege, Betreuung, verwaltende Tätigkeiten, Medikamente verabreichen, Beratung von Angehörigen, Dokumentation der Pflegemaßnahmen.
Weiterbildung: Leitung eines Wohnbereichs, Praxisanleitung für Altenpflegeschüler, Studium im Bereich Betriebswirtschaftslehre für Pflegeheimleitung oder Qualitätsmanagement.

Als Forstwirt bei Wind und Wetter unterwegs
Die Liebe zur Natur hat bei Nikolas-Dane Graf gesiegt. In seiner Freizeit beim Downhill ist der 18-Jährige viel in den Wäldern unterwegs und seit jungen Jahren packt er in der Landwirtschaft seines Onkels tatkräftig mit an. Sowohl sein Onkel als auch sein Vater empfahlen ihm deshalb die Ausbildung zum Forstwirt. Seit zwei Jahren forstet Nikolas-Dane Graf unter anderem Mischwaldbestände auf, hilft bei der Holzernte und beim Jagdbetrieb.
„Man muss Lust haben, die ganze Zeit in der Natur zu sein und körperlich zu arbeiten“, erzählt der Hobby-Posaunist. Bei starkem Regen wird zwar in der Werkstatt gearbeitet, aber wenn es nieselt, geht es in den Wald. Für Nikolas-Dane Graf ist das kein Problem. Ihm gefällt seine Arbeit und er möchte nach der Ausbildung weiter beim Landratsamt Ostalb bleiben.

Die Ausbildung im Überblick:
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Schulabschluss: Hauptschulabschluss
Fähigkeiten: körperliche Fitness, Teamfähigkeit, Naturverbundenheit, gute Kenntnisse in Mathematik, handwerkliches Geschick.
Aufgaben: Bäume fällen und pflanzen, Reparaturen, Arbeit mit Maschinen, Mischraumregulierung, Holzernte, Wiederaufforstung, Holzbauarbeiten.
Weiterbildung: Forsttechniker, Forstwirtschaftsmeister, unter bestimmten Voraussetzungen ein Studium im Bereich Forstwirtschaft.


Bei Interesse an diesen Traumjobs oder seinem Ausbildungsort kontaktier die Agentur für Arbeit und das BIZ.

Lese weiter in Teil 2 unserer Erfolgsstorys, in dem vier Azubis aus Aalen von ihren Ausbildungsberufen und ihren Weiterbildungsmöglichkeiten berichten.