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Handwerk hat goldenen Boden

Das Handwerk – Arbeit mit Zukunft

Jedes Jahr stellen sich viele junge Leute die Frage, welchen Berufsweg sie einschlagen wollen. Das immer größer werdende Angebot macht die Entscheidung oft nicht leicht – im Gegenteil. Denn der Job fürs Leben muss viele wichtige Kriterien erfüllen: Er soll ein Beruf mit Zukunft sein, in dem man sich entfalten und weiterentwickeln kann. Und überhaupt was Sinnvolles tun – das wäre auch nicht schlecht!

Wer weiterhin nach einer Antwort sucht, der findet sie hier. Denn: All das hat das Handwerk zu bieten. Über 130 Ausbildungsberufe stehen jungen Menschen zur Wahl. Die Aufgaben sind dabei vielfältig: Denn im Handwerk kann man nicht nur reparieren und bauen, sondern auch beraten, kreieren und erfinden. Innovation und Tradition gehören zur Arbeit dazu!

Bis zum 31. August 2018 wurden laut Handwerkskammer Ulm im Ostalbkreis 522 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Ganz klar: Das Handwerk verzeichnet eine positive Konjunktur. Die Handwerkskammer Ulm bestätigt vom Jagsttal bis zum Bodensee eine weithin gute Auftragslage und einen steigenden Bedarf an Fachkräften. Arbeit mit Zukunft – und damit auch goldenem Boden – lautet die Devise!

Geschick und Kreativität sind entscheidend
Die unterschiedlichen Ausbildungsberufe bieten eine abwechslungsreiche Zeit, die Theorie und Praxis vereint. Das bedeutet für die Auszubildenden, dass sie einen Teil der Lehre in Berufsschulen verbringen und einen Teil im Betrieb. Je nach Fachrichtung dauert die Lehre zwischen drei und dreieinhalb Jahren. In manchen Fällen kann man auch auf zwei Jahre verkürzen, beispielsweise mit einem Abiturabschluss. Das Ende der Lehre bildet die Gesellenprüfung, die nötig ist, um ein Handwerk in Deutschland auszuüben.

Gute Schulleistungen sind nie verkehrt, aber bei den verschiedenen Ausbildungsberufen im Handwerk ist meist weniger entscheidend, ob es sich dabei um einen Haupt- oder Realschulabschluss handelt oder ums Abitur. Vielmehr sind die persönlichen Fähig- und Fertigkeiten ausschlaggebend. Natürlich stellt jeder Handwerksberuf unterschiedliche Anforderungen, aber allen gemein ist, dass ein gewisses handwerkliches Geschick und Kreativität nötig sind. Wer den ganzen Tag im Büro vor dem Computer sitzen möchte, ist im Handwerk daher eher fehl am Platz. Denn wie der Name schon vermuten lässt, geht es darum, etwas mit den Händen zu erschaffen und somit anderen das Leben zu erleichtern und/oder zu versüßen.

Weiterbildungsmöglichkeiten im Handwerk

Eine Ausbildung ist der beste Einstieg, um einen Handwerksberuf auszuüben. Schließlich lernen die Lehrlinge so alle wichtigen Fertig- und Fähigkeiten in Theorie und Praxis. Doch die Ausbildung ist nicht alles. In den verschiedenen Handwerksberufen bestehen unterschiedliche Möglichkeiten, um sich weiterzubilden und zu spezialisieren. Was in diesem Bereich allen gemein ist, ist die Meisterprüfung. Das ist natürlich kein Muss, aber mit dieser Ausbildung vertieft man seine Kenntnisse und hat die Möglichkeit entweder selbst einen Betrieb aufzumachen und/oder Gesellen auszubilden.

Für alle Berufe gibt es einen Meister
Der Ablauf einer Meisterausbildung ist allerdings von Handwerk zu Handwerk verschieden. Oft handelt es sich dabei um eine schulische Vollzeitausbildung, die zwischen einem und zwei Jahren dauert, wie zum Beispiel im Brauwesen oder im Holzbau. Es gibt allerdings Handwerksberufe, in denen eine berufsbegleitende Meisterausbildung möglich ist, wie zum Beispiel beim Anlagenmechaniker. Während die Fachschulen für einige Berufe nur einen einheitlichen Meister anbieten, gibt es für andere Handwerksarbeiten verschiedene. Letzteres gilt zum Beispiel für Maler und Lackierer, die sich im Meister auf die Bereiche Gestaltung und Instandsetzung, Bauten und Korrosionsschutz oder Denkmalpflege spezialisieren können.

Erst eine Ausbildung und dann studieren
Natürlich stehen noch weitere Fortbildungen und verschiedene Studiengänge zur Verfügung, mit denen der Azubi sich spezialisieren kann. So absolvieren beispielsweise einige Zimmerer ein Architekturstudium, weil mit der vorherigen Lehre die perfekten Grundlagen geschaffen werden. Mit dem Abschluss einer Ausbildung ist der berufliche Werdegang also noch lange nicht beendet oder ausgeschöpft!