„Meine Noten sind nicht gut genug.“ – „Ein Anschreiben liest doch sowieso niemand.“ – „Über meine Hobbys muss ich nichts erzählen.“
Rund um Bewerbungen halten sich viele Bewerbungsmythen hartnäckig. Doch was stimmt wirklich und was ist längst überholt? Wir nehmen fünf typische Bewerbungsmythen unter die Lupe und zeigen dir, worauf es bei einer Bewerbung für Ausbildung, Praktikum oder Berufseinstieg tatsächlich ankommen kann. Die Bewerbungsmythen im Überblick:
📚 Mythos 1: Nur die perfekten Noten zählen
Falsch! Gute Noten können hilfreich sein, aber sie sind längst nicht alles.
Viele Unternehmen achten auch darauf, wie motiviert du bist, wie du im Team arbeitest und welche Persönlichkeit du mitbringst. Gerade bei einer Ausbildung spielen Interesse am Beruf und die Bereitschaft, Neues zu lernen, eine wichtige Rolle.
Du hast beispielsweise im Praktikum gezeigt, dass du zuverlässig bist und gerne mitarbeitest? Oder im Vorstellungsgespräch deutlich gemacht, warum dich der Beruf interessiert? Dann kann das dein Profil stärken.
👉 Unser Tipp: Zeig nicht nur, was auf deinem Zeugnis steht, sondern auch, wer du bist und warum du den Beruf lernen möchtest. Somit ist einer der Bewerbungsmythen widerlegt.
✉️ Mythos 2: Das Anschreiben liest sowieso niemand
Nicht unbedingt!
Zwar verzichten manche Unternehmen inzwischen bewusst auf ein Anschreiben. Wenn es aber verlangt wird, solltest du die Chance nutzen.
Gerade als Berufseinsteiger oder Bewerber um einen Ausbildungsplatz kannst du hier kurz erklären, warum dich der Beruf interessiert und warum du dich gerade bei diesem Unternehmen bewirbst.
Dabei muss dein Anschreiben kein Roman sein. Ein paar ehrliche und konkrete Sätze sind meist besser als allgemeine Floskeln.
👉 Unser Tipp: Vermeide Standardsätze wie „Hiermit bewerbe ich mich um …“ und zeige stattdessen, was dich an der Ausbildung und dem Unternehmen wirklich interessiert.
🙈 Mythos 3: Bloß keine Schwäche zeigen
Auch das stimmt so nicht.
Niemand ist perfekt – und das wissen auch Unternehmen. Wenn du im Vorstellungsgespräch nach einer Schwäche gefragt wirst, kommt es vor allem darauf an, wie du damit umgehst.
Du bist am Anfang etwas schüchtern, taust aber nach kurzer Zeit auf? Du brauchst bei neuen Aufgaben zunächst etwas länger, arbeitest danach aber sehr zuverlässig?
Das sind keine Katastrophen. Wichtig ist, dass du ehrlich und selbstreflektiert antwortest und zeigen kannst, wie du mit deinen Herausforderungen umgehst.
👉 Unser Tipp: Nenne keine vermeintliche Schwäche, die eigentlich als Stärke verkauft werden soll. Eine ehrliche Antwort wirkt meistens überzeugender.
🏀 Mythos 4: Hobbys sind bei der Bewerbung völlig irrelevant
Nicht unbedingt.
Hobbys sind freiwillige Angaben und müssen nicht zwingend in deinen Lebenslauf. Sie können aber interessante Informationen über dich liefern.
Du spielst Fußball oder Handball? Das kann beispielsweise zeigen, dass du gerne im Team arbeitest. Du engagierst dich ehrenamtlich? Das kann Verantwortungsbewusstsein und Einsatzbereitschaft zeigen. Du programmierst in deiner Freizeit? Vielleicht steckt darin bereits technisches Interesse.
Natürlich solltest du nicht jedes Hobby zwanghaft in den Lebenslauf schreiben.
👉 Unser Tipp: Überlege dir: Was sagt mein Hobby über mich aus – und passt diese Information zu der Ausbildung oder Stelle? Bewerbungsmythen bleiben also nur Mythen.
💬 Mythos 5: Im Vorstellungsgespräch darf ich bloß nichts Falsches sagen
Keine Sorge: Ein Vorstellungsgespräch ist kein Verhör. 😉
Natürlich möchtest du einen guten Eindruck hinterlassen. Trotzdem musst du nicht auf jede Frage eine perfekte Antwort parat haben.
Wenn du etwas nicht weißt, darfst du das auch sagen. Wichtig ist, dass du beim Vorstellungsgespräch interessiert bist, aufmerksam zuhörst und authentisch bleibst.
Und ganz wichtig: Du darfst selbst Fragen stellen! Zum Beispiel zum Ausbildungsalltag, zum Team, zu den Aufgaben oder zu den Möglichkeiten nach der Ausbildung.
👉 Unser Tipp: Bereite dich auf das Gespräch vor, aber lerne keine Antworten auswendig. Ein echtes Gespräch wirkt meist überzeugender als ein perfekt einstudierter Text.
🚀 Fazit: Sei vorbereitet – aber bleib du selbst!
Bei einer Bewerbung geht es um mehr als Schulnoten und perfekte Formulierungen. Unternehmen möchten auch sehen, wer hinter der Bewerbung steckt.
Motivation, Interesse, Zuverlässigkeit, Teamgeist und die Bereitschaft, Neues zu lernen, können genauso wichtig sein.
Also: Bereite dich gut vor, informiere dich über deinen Wunschberuf und das Unternehmen – und vor allem: Verstell dich nicht. Deine Bewerbung soll schließlich nicht irgendeine Person überzeugen, sondern dich zeigen. 💪✨ Also lass dich von den vielen Bewerbungsmythen nicht verunsichern.