Deine persönliche Chance
Mit einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhältst du die beste Chance, das Unternehmen von dir zu überzeugen. Im persönlichen Gespräch kannst du am besten erklären, warum du dich gerade für den Ausbildungsberuf und das Unternehmen als ausbildenden Partner entschieden hast. Dabei ist es egal, ob das Vorstellungsgespräch vor Ort im Ausbildungsbetrieb oder virtuell als Videokonferenz stattfindet. Letzteres muss übrigens kein schlechtes Zeichen sein. Viele Unternehmen setzen immer öfter auf ein Video-Bewerbungsgespräch, denn es spart Zeit und Kosten. Auch dir bringt diese Art des Interviews Vorteile. So sparst auch du Zeit, denn An- und Abreise entfallen. Außerdem kannst du alle nötigen Unterlagen vor dir ausgebreitet haben, um sie permanent im Blick zu haben und mit „Spickzetteln“ arbeiten. Doch egal ob real oder virtuell … Noch immer gilt: Der erste Eindruck zählt.
… lässt sich gut vorbereiten
Gut vorbereitet kannst du bei deinem Vorstellungsgespräch sicher und überzeugend auftreten. Je nachdem, ob dieses virtuell oder vor Ort stattfindet, gibt es dabei bestimmte Punkte, auf die du achten solltest. In jedem Fall erkennen die Gesprächspartner dein Interesse an der Ausbildung und dem Unternehmen.
INFO:
Vorab über das Unternehmen informieren
- Informationen über die Branche, den Betrieb und die Ausbildung einholen. (Firmenwebsite, Pressenachrichten lesen usw.)
- Die eigenen Stärken notieren und sich verdeutlichen: Welche meiner Stärken und Fähigkeiten passen gut zum Betrieb?
- Notizen machen und auf Fragen vorbereiten: Welche Fragen könnten im Bewerbungsgespräch gestellt werden? Was möchte ich von meinem Gesprächspartner wissen?
- Ratschläge zur passenden Kleidung und angemessenem Auftreten einholen.
Beim Vorstellungsgespräch vor Ort
- Genügend Anfahrtszeit einplanen, um stressfrei anzukommen.
- Zum Termin mitnehmen: Einladung, Name und Telefonnummer des Ansprechpartners, Kopien der Bewerbungsunterlagen, Frageliste an das Unternehmen, Notizblock und Stift.
Beim virtuellen Vorstellungsgespräch
- Technik prüfen: Funktionieren Kamera und Mikro? Steht die Internetverbindung? Ist das Tool (z. B. Skype, Zoom usw.) einsatzbereit und gegebenenfalls installiert?
- Die richtige Umgebung: Eine ruhige Gesprächsatmosphäre schaffen (Handys lautlos schalten, Familienmitglieder bitten, nicht zu stören usw.), der Hintergrund sollte neutral und seriös sein, für die richtige Beleuchtung sorgen.
- Seriöses Auftreten: Ist mein Outfit für den Anlass passend? Je nach genutztem Tool gilt auch: Privatsphäre-Einstellungen so setzen, dass ich kontaktiert werden kann, auf ein seriöses Profilbild und einen seriösen Account-Namen achten.
Beim Vorstellungstermin überzeugen
Bewerbungsgespräche haben oft einen ähnlichen Verlauf, egal ob es im direkten Kontakt vor Ort oder virtuell stattfindet. Ein virtuelles Interview solltest du daher genauso ernst nehmen wie ein Gespräch direkt beim Arbeitsgeber.
- Der Gesprächseinstieg
Nervosität ist natürlich und ziemlich normal. Auch deine Gesprächspartner wissen das und sind daran gewöhnt. Sie werden deswegen versuchen, eine freundliche und lockere Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Oft geschieht dies mit einer einfachen Frage, zum Beispiel ob du eine gute Anreise hattest oder auf Anhieb hergefunden hast. Beim virtuellen Interview kann es die Frage, ob beim Einrichten alles geklappt hat, sein.
- Der Arbeitgeber stellt sich vor
Folge der kleinen Unternehmenspräsentation aufmerksam. Interessierte Nachfragen sind erwünscht. Zudem bekommst du dadurch einen guten Eindruck davon, worauf es im Unternehmen ankommt. Dies kann dir beim weiteren Gesprächsverlauf behilflich sein.
- Deine Qualifikation und Motivation schildern
Nun hast du die Gelegenheit dich kurz mit deinen eigenen Worten vorzustellen. Erläutere zudem sachlich und ohne Übertreibungen, warum gerade du für die Ausbildungsstelle geeignet bist, wie du auf das Unternehmen aufmerksam wurdest und warum du deine Ausbildung in dem Betrieb absolvieren möchtest. Achte beim virtuellen Interview darauf, immer gut sichtbar zu sein und nicht zu viel zu gestikulieren.
- Das Unternehmen will dich kennenlernen
Dein Gegenüber möchte sich ein Bild von deiner Persönlichkeit machen und feststellen, ob du zum Unternehmen und dem gewählten Beruf passt. Dann kann beispielsweise die Frage aufkommen, wo du dich in fünf Jahren siehst. Darauf kannst du souverän und gelassen antworten, in dem du dich vorab über Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten deines Berufsfeld informierst. Solltest du nach deinen Schwächen gefragt werden, beantworte dies mit Themen, in denen du derzeit noch „ungeübt“ bist, wie beispielsweise der Umgang mit bestimmten Computerprogrammen.
- Frage, was dir noch unbeantwortet geblieben ist
Sicher bekommst du die Möglichkeit Fragen zu stellen. Dafür kannst du dir vorab eine Liste erstellen mit den Dingen, die du zum Ausbildungsberuf und über den Betrieb wissen möchtest. Sollten am Ende noch Fragen offen sein, kannst du diese anhand deiner Liste abarbeiten. Das zeigt, dass du dich gut vorbereitet hast.
- Der Gesprächsabschluss
Wenn du gern in diesem Unternehmen ausgebildet werden möchtest, mache das zum Schluss ruhig nochmals deutlich und frage nach, bis wann man dir die Entscheidung mitteilen wird.