Für manche Ausbildungsberufe heißt es zurück auf die Schulbank. Denn neben dem Studium und der dualen Ausbildung gibt es noch einen weiteren Ausbildungsweg: Der schulische Weg. Einige Berufe kannst du nur auf diesem Weg erlernen. Praxiserfahrungen machst du dabei dennoch. Wir klären dich auf!
So funktioniert’s mit der Ausbildung
Schulische Ausbildungen finden beispielsweise an Berufsfachschulen, Berufskollegs oder Fachakademien statt. Bei diesen bewirbst du dich für einen Ausbildungsplatz. Je nach Bundesland und Beruf können die Voraussetzungen für die Zulassung unterschiedlich sein. Meistens wird zumindest die Mittlere Reife vorausgesetzt, manchmal reicht auch ein Hauptschulabschluss. Ebenso wird oft ein Mindestalter zwischen
16 und 18 Jahren gefordert. Vielleicht musst du auch einen Eignungstest machen. Im Gegensatz zur dualen Ausbildung erhältst du in den meisten Fällen allerdings keine Vergütung. An einer staatlichen Einrichtung ist das dafür kostenlos, während du an einer privaten Schule oft ein Schulgeld zahlst.
Deine Vorteile
- Hole je nach Berufsfachschule parallel zur Ausbildung deinen Realschulabschluss oder die Fachhochschulreife nach.
- Weil du als Schülerin bzw. Schüler giltst, hast du unter Umständen Anspruch auf eine BAföG-Förderung.
- Die schulische Ausbildung ist oft allgemeiner gehalten und nicht an Prozesse des Ausbildungsbetriebs gebunden. Dadurch hast du einen größeren Spielraum zur Weiterentwicklung.
Das erwartet dich
Ähnlich wie die Zulassungsvoraussetzungen variieren auch Ausbildungsdauer und -inhalte. Die Dauer kann zwischen einem und dreieinhalb Jahren liegen. Das wird auch durch den von dir mitgebrachten Schulabschluss beeinflusst: Je höher dieser ist, desto kürzer ist deine Zeit an der Berufsfachschule. Die Inhalte und Struktur der einzelnen Ausbildungen können dabei zwischen den Bundesländern abweichen, oft gibt es aber bundesweite Rahmenvereinbarungen. Praxiserfahrungen sammelst du während Praktika, sodass du am Ende einen staatlich anerkannten und damit vollwertigen Berufsabschluss in den Händen hältst. Achte hier darauf, dass dieser deutschlandweit anerkannt ist und nicht nur im entsprechenden Bundesland.