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Das erste Ausbildungsgehalt: Was du mit deinem Geld machen solltest

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Der erste eigene Lohn auf dem Konto fühlt sich ziemlich gut an. Endlich verdienst du dein eigenes Geld und kannst selbst entscheiden, was damit passiert. Neue Sneaker, Konzerttickets, Führerschein, Urlaub – die Möglichkeiten sind plötzlich ziemlich groß.

Aber: Wenn am Monatsanfang das Geld kommt, ist es schneller wieder weg, als du denkst. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an ein bisschen den Überblick zu behalten.

Erst planen, dann ausgeben

Du musst dein Ausbildungsgehalt natürlich nicht komplett sparen. Schließlich willst du auch etwas davon haben. Eine einfache Orientierung bietet das 50-30-20-Prinzip:

  • 50 Prozent für deine festen Ausgaben: Dazu gehören zum Beispiel Handyvertrag, Fahrtkosten, Miete, Versicherungen oder regelmäßige Ausgaben für Essen.
  • 30 Prozent für Dinge, die Spaß machen: Kino, Essen gehen, Gaming, Streaming, Kleidung, Konzerte oder Treffen mit Freund:innen.
  • 20 Prozent zum Sparen: Dieser Teil ist für deine Zukunft gedacht – egal, ob du für den Führerschein, ein Auto, Urlaub oder einfach für ein finanzielles Polster sparen möchtest.

Natürlich musst du dich nicht exakt an diese Aufteilung halten. Gerade während der Ausbildung kann dein Budget anders aussehen. Wichtig ist vor allem, dass du weißt, wie viel Geld jeden Monat tatsächlich zur Verfügung steht.

Sparen, ohne auf alles zu verzichten

Sparen klingt erst einmal nach Verzicht. Muss es aber nicht sein. Wenn du dir ein paar einfache Gewohnheiten aneignest, kannst du Geld zurücklegen und trotzdem dein Ausbildungsleben genießen.

💸 Sparen direkt am Monatsanfang

Warte nicht darauf, dass am Monatsende zufällig noch Geld übrig ist. Das funktioniert bei den meisten eher schlecht.

Richte stattdessen einen Dauerauftrag ein, der direkt nach deinem Gehalt einen festen Betrag auf dein Sparkonto überweist. So gewöhnst du dich daran, mit dem restlichen Geld auszukommen.

Schon 20 oder 50 Euro im Monat können ein Anfang sein.

🛍️ Preise vergleichen

Egal, ob Handyvertrag, Streamingabo, Kleidung oder Technik: Vergleichen kann sich lohnen. Gerade bei regelmäßigen Kosten merkst du einen kleinen Unterschied jeden Monat irgendwann deutlich.

Und bevor du bei einem Angebot zuschlägst, frag dich kurz: Brauche ich das wirklich – oder finde ich den Rabatt einfach zu verlockend?

🎯 Sparen mit einem konkreten Ziel

„Ich möchte Geld sparen“ ist ein ziemlich langweiliges Ziel. „Ich möchte nächstes Jahr mit meinen Freund:innen in den Urlaub“ klingt schon ganz anders.

Überlege dir, wofür du sparen möchtest. Vielleicht für:

  • den Führerschein
  • dein erstes eigenes Auto
  • einen Urlaub
  • ein Festival oder Konzert
  • ein neues Smartphone
  • deine erste eigene Wohnung
  • ein finanzielles Polster für unerwartete Ausgaben

Mit einem konkreten Ziel fällt es leichter, nicht jeden Monat alles auszugeben.

Was bedeutet eigentlich Brutto und Netto?

Auf deinem Ausbildungsvertrag steht dein Bruttogehalt. Das ist allerdings nicht automatisch der Betrag, der später auf deinem Konto landet.Vom Bruttogehalt werden unter anderem Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. Was danach übrig bleibt, ist dein Nettogehalt.Deshalb kann der erste Blick auf die Gehaltsabrechnung etwas überraschend sein.

Nimm dir trotzdem ein paar Minuten Zeit und schau dir deinen Gehaltszettel genauer an. Dort kannst du nachvollziehen, welche Beträge abgezogen werden und wie sich dein Gehalt zusammensetzt.

Kurz gesagt: Brutto steht im Vertrag, netto landet auf deinem Konto.

Wie hoch die Abzüge sind, hängt unter anderem von deiner persönlichen Situation ab. Gleichzeitig bist du über dein Arbeitsverhältnis sozialversichert und zahlst beispielsweise in die Rentenversicherung ein.

Vier typische Geldfallen in der Ausbildung

Gerade am Anfang kann man beim Umgang mit dem ersten eigenen Gehalt einiges ausprobieren – und dabei auch Fehler machen. Einige Klassiker lassen sich aber ziemlich einfach vermeiden.

1. Das Gehalt direkt am Anfang verballern

Der Monat hat vier Wochen. Dein Gehalt nicht.Wenn du bereits in den ersten Tagen einen großen Teil deines Geldes ausgibst, kann es gegen Monatsende eng werden. Ein kurzer Blick auf dein verfügbares Budget hilft.

2. Abos vergessen

Netflix, Spotify, Gaming-Abo, Fitnessstudio, Apps … Ein einzelnes Abo fällt kaum auf. Mehrere zusammen können aber ordentlich ins Geld gehen. Check deshalb regelmäßig deine Abos und kündige alles, was du eigentlich gar nicht mehr nutzt.

3. Nie aufs Konto schauen

Du musst nicht jeden einzelnen Cent aufschreiben. Aber einmal pro Woche ein kurzer Blick auf dein Konto kann schon helfen.So bekommst du ein Gefühl dafür, wo dein Geld eigentlich hingeht.

4. Bei jedem Rabatt zuschlagen

„Nur heute“, „50 Prozent günstiger“ oder „Limited Edition“ klingt nach einem guten Deal.Aber auch ein Produkt für 30 Euro kostet dich 30 Euro.Bevor du etwas kaufst, stell dir deshalb eine einfache Frage:

Würde ich das auch kaufen, wenn es nicht reduziert wäre? Wenn die Antwort „nein“ lautet, kannst du dir den Kauf vielleicht sparen.

Dein erstes Gehalt ist dein erster Schritt in die Unabhängigkeit

Das Wichtigste ist nicht, dass du von Anfang an alles perfekt machst. Du wirst wahrscheinlich auch mal Geld für etwas ausgeben, das du später bereust. Das gehört dazu.Entscheidend ist, dass du früh lernst, mit deinem eigenen Geld umzugehen.Denn dein erstes Ausbildungsgehalt ist mehr als nur Geld auf dem Konto: Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Selbstständigkeit.

Und wenn du von Anfang an ein bisschen planst, kannst du dir heute etwas gönnen und gleichzeitig für morgen vorsorgen.


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